lunes, septiembre 04, 2006

Caidos del Cielo, ein Film von Francisco Lombardi, 1990


Pancho Lombardi, manchmal auch aktiv als Fussballmanager a la Gebrüder Hoenness, ist vielleicht der erfolgreichste Filmregisseur Perus. Caidos del Cielo" erzählt die Geschichte von Menschen die irgendwie alle mitsamt vom Himmel gefallen sind. Lombardi schaut liebevoll und mit Humor sowie geübten Blick für die soziale Tragödie auf das Perú der 80´ Jahre, zusammengefasst in drei Kurzgeschichten, die wie zufällig miteinander verwoben scheinen.
Tatsächlich ist eine von diesen Geschichten, die der blinden Großmutter und ihrer beiden Enkel, eine Verfilmung der vielleicht bekanntesten Kurzgeschichte in den Schulen Perus: Los Gallinazos sin plumas, frei übersetzt Assgeier ohne Flügel von Julio Ramón Ribeyro,ein immer wieder vergessener Autor des lateinamerikanischen Booms, bekannt in Peru für seine urbanen Kurzgeschichten. Prosas Apátridas ist eine Zusammenfassung seiner besten Werke, es ist eine schöne Lektüre wenn man mehr über Peru wissen will.
Auch die anderen zwei Geschichten sind schöne Beschreibungen der damaligen Realität Perus, das sich heute auch nicht viel verändert hat. EIn altes Paar, in Armut gefallen durch die Massnahmen der linken Revolutionsregierung von General Velasco, lässt sich von der Organisation seines Abgang in Ehren durch nichts abbringen, während ein Berufsoptimist und Radiomensch eine Beziehung eingeht ,die seine Welt zur Spirale werden lassen wird.
Der Film selbst war in Peru der erste richtige Renner Lombardis, denn der Film zwang Massen ins Kino, vielleicht weil er für 1990 am besten die 80’ zusammenfasste. Denn zur Zeit als dieser Film in Peru in den Kinos lief, sah es dort wieder einmal noch hoffnungsloser als sonst aus.
Kein Mauerfall, sondern ausbomben von Gefängnissen kombiniert mit Massen-Tunnelfluchten weil Revolutionsführer Jugendfreund vom Präsidenten war, kein Wir sind das Volk, sondern Terror von links und rechts auf seinen Höhepunkt, dazu die schlimmste Inflation weltweit, die nur von den Parteimitgliedern des damals regierenden Apras von Alan Garcia nicht miterlebt wurde. Hoffnungslosigkeit also überall und unentwegt.
Ein Stichwort beschreibt deshalb diesen Film glaube ich am besten. Es ist der peruanische Film zu dem was Politologen "La Decada Perdida" nennen, frei übersetzt das verlorene Jahrzehnt Südamerikas. Eine Zeit in der sogar die Gallinazos, Experten des Aaskonsums im städtischen Umfeld, anfingen, in Lima auszusterben.

Kommentar zu Bajo la Piel, Francisco Lombardi, 1996



Diese peruanisch-spanische Koproduktion ist nicht nur ein gut erzählter Krimi, es ist auch ein Film, der wie oft bei Francisco Lombardi dessen Lust zum Mix von brachialer sozialer Wirklichkeit mit literarischer Musik erkennen lässt. Pancho Lombardi ist auch hier sich selber treu, indem er sich wieder einmal von der Literatur inspirieren zu lassen: Obwohl Bajo la Piel, frei übersetzt „Unter die Haut“ keine Romanverfilmung ist, ähnelt er im Ton und Aufbau anderen Filmen wie Muerte al amanecer, La ciudad y los perros, Sin compasión, Pantaleón y las Visitadoras, No se lo digas a Nadie, Tinta Roja und die vor kurzem erschienenen Mariposa Negra, um einige Titel seiner Filmographie zu nennen.

Lombardi in diesem Film der Frage nach: wie kann sich ein normaler Mensch plötzlich in einen bewußten Mörder verwandeln? Er findet kein rationalen Antworten, sucht sie auch nicht. Er erzählt deshalb eine Geschichte, wie sie Edgar Allan Poe hätte schreiben können, doch übertragen auf die Küste Perus, genauer in die Nordküste.

Edgardo Rivera Martinez nennt die peruanische Küste "La costa de los muertos", die Küste der Toten, er sieht sie grau und wüstenhaft. Unendliche "arenales, lomas y colinas", ohne jegliches erkennbares Leben, wo der Himmel auch nicht blau, klar und entfernt liegt, sondern sich düster oder für ein paar Monate brennend auf einen legt. Man gewinnt den Eindruck das hier alles Bewegungslosigkeit und Tod sei, oft muss man nicht weit in die Wüste hineingehen um Lehmreste der alten Städte und Friedhöfen zu finden. Doch selten und doch immer wieder wird diese Wüstenküste von pulsierenden und gewalttätigen Küstentälern durchkreuzt.

An dieser Küste Perus wohnt gegenwärtig 70 Prozent der Bevölkerung des Landes, und vor der Ankunft der Spanier, und sogar vor den Inkas, lebten hier verschiedene Hochkulturen wie zum Beispiel die Mochicas, Menschen die ihr Leben und Grausamkeiten tabulos in Ton und auf Ton darstellen wussten. Es ist also auch ein Film über die „Kunst“ Perus, Faszination und Schrecken, Schönheit und Groteskes koexistieren zu lassen. Ein Erbe, dass einem im heutigen Perú auf Schritt und Tritt begegnet.

sábado, septiembre 02, 2006

cerezos en el campus

Cerezo en flor en un año cualquiera en el Campus PUCP, muy cerca al Centro de Estudios Orientales

difícil ordenarse


moverse en lima es torturante y reconfortante, ambas sensaciones coexisten sin dificultad, pero crean escozor, en el sentido freudiano del unbehagen. asco y placer van de la mano, a primera vista y también luego de la segunda mirada. la calle es hace tiempo un terreno baldío y salvaje. la práctica de movilizacion es agresividad pura, autodefensa obsesiva, carente de todo sentido de humor y menos aún de una disposición hacia la suave autorironía. en eso las calles de la lima se parecen a nuestro fútbol. las soluciones parecen infinitamente, inalcanzablemente lejanas en ambos ámbitos. Me pregunto si más que estudios expertos extensos, una campaña humanamente inteligente, comprensiva y evitativa de estados mentales alterados sean emocionales o morales, que se apoye en lo que los alemanes llamarian unaufgeregtheit y los ingleses sensible y los norteamericanos - e incluyo canada pero dejo afuera méxico, que para mi gusto sigue siendo america central - llamarian twinkling eyes, pudiese servir de pequeñisimo pasito pa´ adelante. el tiempo de la infraestructura y el dedo moralista educativo debe quedar atrás, tenemos el deber de entender la civilidad urbana como un ser que busca una estrategia de sobrevivencia. por su tono excesivamente moralista en su tono avanzemos hacia la barricadas entonando el clamor que denuncia: basta de mandarnos ponernos el cinturón, de prohibirnos de cruzar las autopistas por debajo de los puentes peatonales, de poner multas por meter la nariz de a poquitos en el cruce, dejen de condenar la invasión del carril contrario o su gemelo el carril para doblar a la izquierda para avanzar alguito. para que sirve eso de que tenemos que cuidar del amor de los nuestros, que debemos dar el ejemplo o que la norma es una cuestión de principio. acordémonos algunas veces de max weber,que no es el único en anunciar la venida de la ética de los practicos. las reglas de tránsito facilitan nuestra vida, si pensamos que somos parte de un gran rio, todos llegaremos tranquilos, seguros, menos malhumorados y demostradamente más rápido a nuestros destinos. la urgencia es enorme, el estado de la cuestión actual es insostenible, más no da razones para posiciones infladas en pathos. Salga peatón, bicitaxista, y usted también bajajista, limousineero, cuatro por cuatrista, combinero, microbusero y omnibusero, salga tranquilo que si estoy de humor le dejo el pase.